Shona-Art

Victor Fire


Victor Fire

Victor Fire (*1965) verwendet Steine, deren Alter unverkennbar ist, er benutzt die weichen Erdeinschlüsse, Unreinheiten und Unregelmäßigkeiten des Steins als Gestaltungsmittel. Seine Skulpturen lassen den glatten und von Hochglanzpolitur gekennzeichneten Umgang mit dem Stein, den viele Bildhauer heutzutage bevorzugen, vermissen.

 

Als Mann, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält, ist er ein entschiedener Verteidiger der afrikanischen Traditionen als Richtlinie für das heutige Leben und ebenso ein Mensch mit einer sehr modernen Lebenseinstellung. Eine frühe Arbeit, „Mother of Afrika“, stellt eine verkrüppelte Frau dar, mit Händen, die von der Lepra verunstaltet sind und eine Bettelschale halten. Er sieht den Zerfall der heutigen Welt als eine Folge des Zerfalls der Institutionen Ehe und Familie.

 

So sehr er den Nutzen der afrikanischen Traditionen für das moderne Leben schätzt, sieht er auch die Anfälligkeit für Korruption und Bestechung bei den damaligen Königen und Häuptlingen.

 

Seine Skulptur „Chief And His Followers” zeigt einen Anführer mit Schlitz als Mund und fast geschlossenen Augen mit seinen Anhängern stumm hinter sich.

 

Victor Fires kompromisslose Skulpturen, kraftvoll, beherrschend, zwingend in ihrer Aussage, machen ihn zum Meister-Bildhauer aus der Künstlerkolonie Tengenenge.