Shona-Art

Josia Manzi


Josia Manzi mit seiner Yao Family in Tengenenge

Josiah Manzi (1933) gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der sogenannten 1. Generation zimbabwischer Bildhauer. Geboren 1933 als Kind malawischer Eltern kam er erst spät zur Steinbildhauerei. Als seine Eltern Mitte der 60er Jahre nach Tengenge umsiedelten kam Manzi in Berührung mit Tom Blomefield. Tom Blomefield hatte gerade auf dem Gelände der Tengenenge Farm eine Galerie eröffnet und widmete sich zunehmend der Steinbildhauerei. Blomefield heuerte den jungen Manzi als einfachen Arbeiter an und führte ihn in die Arbeit am Serpentinstein ein. Bis dahin hatte Josiah Manzi keinerlei Berührungen mit der Steinbildhauerei gehabt, er hatte lediglich in der Vergangenheit an den traditionellen Holzmasken der Nyau Dancers mitgearbeitet. So bewegte Blomefield ihn zuerst dazu, ähnliche Masken aus Stein zu fertigen ehe Manzi zunehmend seinen Stil und Ausdruck entwickelte und einer der bedeutendsten Bildhauer Tengenges wurde.

Manzi betont stets, dass die Ideen für seine Skulpturen einfach aus ihm heraussprudeln. Trotzdem kann er seine Herkunft und die dadurch stattfindende Inspiration nicht verleugnen. Die Yaos aus Malawi haben mit ihren Tänzen und Masken einen großen Einfluss auf sein Schaffen und den oft spirituellen Ausdruck seiner Skulpturen geprägt. Seine zeitlosen Skulpturen stellen mit Schlangen umwundene Frauen dar, die von Krokodile gefressen werden, sie erzählen von Tieren und Menschen, die von Magie getroffen werden. Die traditionelle Lebensweise der Yao, ihre Mythen und ihre Magie beeinflussen sein Werk auch heute noch wie vor 30 Jahren. Was ein anderer Bildhauer in allgemeinen Begriffen ausdrücken mag, z.B. in einer Familiengeschichte, wird Josiah Manzi immer in Begriffen der Yao-Überlieferung ausdrücken.

 

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