Shona-Art

Shona-Kunst auf Schloss Steinhausen


Aussengelände und Verkauf auf Schloss Steinhausen

Steinskulpturen aus dem südafrikanischen Zimbabwe gehören zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene und begeistern bereits seit Jahren die Besucher von Schloss Steinhausen in Witten an der Ruhr.

 

  • Aussengelände und Scheune
  • Galerie in der Scheune

Die zur SHONA - ART GALERIE ausgebaute alte Scheune, sowie der nebengelegene Schlossgarten bieten ein außergewöhnliches Ambiente, in dem die Skulpturen in ihrer ganzen Pracht zur Geltung kommen. Das kleine Kunstlädchen im alten Giebelhaus (erbaut 1607) ist die Anlaufstelle für Kunden und dient ebenso als Büro.

 

Öffnungszeiten Winter:

Mo – Fr   12.00 Uhr – 17.00 Uhr

 

Öffnungszeiten Sommer:

Mi – So   12.00 Uhr – 18.00 Uhr

 

Lädchen im Giebelhaus
Lädchen im Giebelhaus
  • Lädchen im Giebelhaus
  • Lädchen im Giebelhaus

In mehr als zwanzig Reisen in den letzten zehn Jahren hat der Galerist Bastian Müller aus Witten das Land, die Kultur und die Menschen in Zimbabwe ausführlich kennen und schätzen gelernt. Er ist seit geraumer Zeit einer der großen Förderer der Shona Kunst und nachhaltig für deren Popularität in Deutschland mitverantwortlich. Zimbabwes zeitgenössische Steinbildhauerei als jüngste Kunstform Afrikas hat in sechzig Jahren Entstehungsgeschichte unglaublich viele Talente hervorgebracht. Diese Kunst anderen Menschen zugängig zu machen und dabei eine emotionale, geistige und auch wirtschaftliche Brücke zwischen Europa und Afrika zu schlagen, ist das Anliegen von SHONA - ART.

 

Skulpturengarten auf Schloss Steinhausen in Witten
  • Skulpturengarten auf Schloss Steinhausen in Witten
  • Skulpturengarten auf Schloss Steinhausen in Witten

Geschichtlicher Hintergrund


Guruve Landschaft

 

Die Steinkunst Zimbabwes hat einen weit zurückliegenden historischen Hintergrund. Die Ursprünge führen auf das 11.-15. Jahrhundert zurück.
In "Great Zimbabwe", der bedeutendsten Ruinenstätte südlich der Sahara, wurden die ersten Funde gemacht. Die Steinskulpturen jener Zeit zeigen Formen eines altertümlichen Vogels, dem heutigen nationalen Symbol Zimbabwes.

Waren es einst traditionelle, mystische Inhalte, die durch die Bildhauerkunst dargestellt wurden, so erlebte die Shona-Skulptur in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Renaissance. Bedingt durch die internationalen Sanktionen, unter denen die Menschen im ehemaligen Rhodesien litten, und die darauf folgende hohe Arbeitslosigkeit, begann die Suche nach neuen Beschäftigungen.

Unter Mithilfe einiger weißer Farmer, die ihren schwarzen Arbeitern aus dem eigenen Steinbruch Materialien zur Verfügung stellten, hatten viele Menschen wieder eine Arbeit und zugleich die Möglichkeit, ihre Gefühle und Empfindungen künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Mit der Eröffnung einiger Zentren für Shona-Bildhauerei etablierte sich diese neue Kunstbewegung und schuf die Möglichkeit, immer neue Künstler auszubilden. Internationale Anerkennung erhielt die Shona-Kunst durch Ausstellungen in vorwiegend europäischen und amerikanischen Galerien. Im Gegensatz zu anderen Teilen Afrikas, in denen die Künstler stärker an traditionelle Vorbilder ihrer Gesellschaft gebunden sind, bietet die Steinkunst Zimbabwes individuellere künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten. Viele Künstler betonen jedoch auch heute noch ihre Verbundenheit mit der Shona-Mythologie. So entstehen Kunstwerke geprägt von ganz persönlichem Ausdruck, Traditionen und elementaren menschlichen Gefühlen und Werten, wie Liebe, Geborgenheit, Kommunikation, Zufriedenheit und Harmonie.

Materialien


Die meisten Bildhauer Zimbabwes nutzen für ihre Arbeiten den Serpentin. Dieses Gestein bietet sehr vielfältige Farbnuancierungen und unterschiedliche Härtegrade und stellt somit für die Künstler ein attraktives Arbeitsmedium dar.

Auf die Auswahl der Steine legen die Künstler großen Wert. Jeder einzelne Bildhauer bevorzugt ganz bestimmte Steinbrüche und lässt sich viel Zeit zur Auswahl eines geeigneten Felsblockes.

Arbeitsschritte


Die Kunstwerke entstehen ausschließlich in intensiver Handarbeit, wobei Hammer, Meißel, Raspel und Feile zum Einsatz kommen. Sind die entgültigen Formen aus dem Stein gehauen, werden die Skulpturen mit Wasser und Schmirgelpapier aufwendig glatt geschliffen. Zuletzt wird das Kunstwerk erhitzt und mit farblosem Wachs eingerieben. Damit werden Farbe und Struktur zum Vorschein gebracht und die Steinoberfläche schützend versiegelt.